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Kreinitzer Jahreszeiten
Landschaft

Kreinitzer Landschaft

Die Waldfläche in der Gemarkung Kreinitz verteilt sich auf drei voneinander getrennte Waldgebiete.
Das eine Waldgebiet im Norden der Gemarkung erstreckt sich von den Gaitzschhäusern in südöstliche Richtung bis zum Bereich um die Schäferei, wo es an die Jacobsthaler Gemarkung angrenzt.
Im Südosten, direkt an der Kreinitzer Umgehung und im Südwesten, im Elbauebereich, befinden sich die beiden anderen bewaldeten Flächen.
Das Waldgebiet im Elbauebereich unterscheidet sich in seiner Naturausstattung erheblich von denen im Norden und Südosten. Grund hierfür ist die unterschiedliche Nährstoff- und Wasserversorgung der Böden. Die Böden des südwestlichen Waldteiles sind durch eine gute Ausstattung mit Nährstoffen und Wasser geprägt. Die ist begründet durch das unmittelbare Angrenzen an die Elbe (hoher Grundwasserspiegel) und die Ablagerung von Bodenpartikeln nach Hochwasserereignissen (Auenlehme mit kräftiger Nährstoffversorgung). Die beiden anderen Waldgebiete sind duch ziemlich arme, eiszeitliche Sandböden und eine mittlere bis schlechte Wasserversorgung gekennzeichnet. Letzteres ist auf die geringen Niederschläge in der Region und das schnelle Versickern des Wassers im Sande zurückzuführen.
Der Wald im Elbauebereich zeigt sich als eine charakteristische Hartholzaue.
Hier stehen Baumarten, die typisch für kräftige, gut wasserversorgte Böden sind, wie Winterlinde, Spitzahorn und Stieleiche. Hervorzuheben ist das zahlreiche Vorkommen von Flatterulmen. Es sind die Letzten in Sachsen.
Die Silberweiden im Randbereich des Waldgebietes wurden im Laufe der Jahrzehnte in den Kronenverschnitten , so dass sie sich als Kopfweiden zeigen.
Der relativ hohe Totholzanteil in der Hartholzaue bietet Fledermäusen und dem Waldkauz, aber auch anderen Höhlenbrütern Unterschlupf.
Roter und Schwarzer Milan gehen hier ihren Brutgeschäften nach, während der Graureiher und der Weißstorch bei der Nahrungssuche zu beobachten sind.
Die Bereiche des "Kreinitzer Busches", die auf Sand stehen, sind durch die bezüglich Wasser und Nährstoffe anspruchslose Kiefer geprägt. Vereinzelt sind auch Eichen zu entdecken. Sie geben, zusammen mit der Birke, den Hinweis auf die eigentliche natürliche Waldgesellschaft, den Kiefer- Eichen-Mischwald. Ein Anheben der Eichenanteile wird hier von der Forstgesellschaft angestrebt. Im gesamten Kreinitzer Wald können folgende, dort vorkommende Wildarten genannt werden: Rehwild, Schwarzwild (Wildschwein), Fuchs und Hase. Rehe kann man häufig, auch bei Tage, antreffen. Vom Schwarzwild bekommt man meist nur das Ergebnis seiner natürlichen Streifzüge durch Wald und Flur zu Gesicht, nämlich den aufgewühlten Boden, wo es nach Fressbarem sucht. Der "Kreinitzer Busch" mit seiner Tier und Pflanzenwelt, seinem Abwechslungsreichtum lädt somit ein, beim Wandern Natur
zu erleben und zu genießen.

Gunther Schwarz
Revierleiter Landesforst



Kreinitz - aus Richtung alter Sportplatz



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